Einführung: die 7 Gipfel
Aconcagua unter den 7 summits: der höchste Gipfel Amerikas und der höchste außerhalb Asiens, der übliche nächste Schritt nach dem Kilimanjaro, und eine echte Expedition statt einer betreuten Trekkingtour.
Aconcagua ist der höchste Gipfel außerhalb Asiens und der unbestrittene höchste Punkt Amerikas. Die „7 summits“ (den höchsten Gipfel jedes Kontinents) zu bestimmen, scheint zunächst einfach, doch es gibt keine wasserdichte Definition des Begriffs „Kontinent“, und bei zwei der sieben Gipfel hält die Debatte an: Australasien (Ozeanien) und Europa.
Wird Australien selbst als relevanter Kontinent betrachtet, ist Kosciuszko (2228 m7,310 ft) sein höchster Gipfel, allerdings finden manche, dass er mit dieser bescheidenen Höhe kaum in eine Liste gehört, die sonst aus Giganten besteht. Andere bevorzugen den Mount Cook in Neuseeland (3754 m12,316 ft). Papua (Irian Jaya) liegt jedoch auf dem australischen Kontinentalschelf, und die Carstensz Pyramid (4884 m16,024 ft) dort stellt eine deutlich anspruchsvollere technische Herausforderung dar, daher verwenden die meisten modernen 7-summits-Listen für Australasien die Carstensz Pyramid statt Kosciuszko.
Eine kurze Geschichte der Liste
Im Jahr 1985 vollendete Dick Bass als erste Person die 7 summits (mit Kosciuszko für Australasien) und trug wesentlich dazu bei, die Herausforderung bekannt zu machen. Pat Morrow und Reinhold Messner schlossen ihre jeweiligen 7-summits-Runden beide mit der Carstensz Pyramid im Jahr 1986 ab. Viele Bergsteiger versuchen heute sowohl Kosciuszko als auch Carstensz zu besteigen, „für alle Fälle“, falls ihnen die Definition wichtig ist. Nach dem Stand der ursprünglichen Recherche für diesen Guide hatten bis 1990 nur eine Handvoll Menschen die 7 summits abgeschlossen; bis Mitte der 2000er Jahre wuchs diese Zahl, je nachdem, welche Version der Liste gezählt wird, auf etwa 80–130. Diese Zahlen dürften heute erheblich höher liegen, daher sollten sie als historischer Kontext verstanden werden und nicht als aktueller Stand.
Technischer Schwierigkeitsgrad
Die Tabelle unten ordnet die acht Berge, die in beiden Versionen der Liste am häufigsten vorkommen, nach Höhe und technischer Schwierigkeit. Die Skala reicht von 1 (unkompliziertes Bergwandern bergauf) bis 9 (technisch anspruchsvolles Klettern an Fels oder Eis). Der tatsächliche Gesamtschwierigkeitsgrad hängt in der Praxis von mehr ab als dieser Skala allein: Auch die Länge der Expedition, die Abgelegenheit und die Unwirtlichkeit der Umgebung spielen eine Rolle. Aconcagua rangiert in dieser Tabelle bei der technischen Schwierigkeit nahe am unteren Ende (deutlich unterhalb von Carstensz, Everest, Vinson und Denali), ist aber nach dem Everest der zweithöchste Berg der Liste.
| Kontinent | Gipfel | Land | Höhe | Technischer Schwierigkeitsgrad |
|---|---|---|---|---|
| Afrika | Kilimanjaro | Tansania | 5895 m19,341 ft (19.340 ft) | 2 |
| Antarktis | Vinson | Antarktis | 4892 m16,050 ft (16.050 ft) | 4–5 |
| Asien | Everest | Nepal/China | 8850 m29,035 ft (29.035 ft) | 7 |
| Australasien | Carstensz Pyramid | Papua, Indonesien | 4884 m16,024 ft (16.025 ft) | 8–9 |
| Australien | Kosciuszko | Australien | 2228 m7,310 ft (7310 ft) | 1 |
| Europa | Elbrus | Russland | 5642 m18,510 ft (18.510 ft) | 4 |
| Nordamerika | Denali (McKinley) | USA | 6190 m20,308 ft (20.310 ft) | 5 |
| Südamerika | Aconcagua | Argentinien | 6962 m22,841 ft (22.840 ft) | 3 |

