Deine Route wählen
Sechs Hauptrouten führen auf den Kilimanjaro. Sie unterscheiden sich in Länge, Landschaft, dem Andrang an Bergsteigern, ob du in Zelten oder Hütten schläfst, von welcher Seite des Berges du aufsteigst und (am wichtigsten) wie gut sie dir die Akklimatisierung ermöglichen. Es gibt keine einzige „beste" Route, sondern die Route, die am besten zu deinen Prioritäten, deinem Budget und vor allem der Anzahl der Tage passt, die du bereit bist zu investieren. Ein Waldbrand im Park sperrte die Lemosho- und Londorosi-Routen ab dem 28. September 2026 sowie Rongai ab dem 5. Oktober. TANAPA öffnete alle drei am 8. Oktober 2026 wieder. In der Trockenzeit kommt es immer wieder zu Bränden, deshalb informiere dich kurz vor deiner Besteigung bei deinem Veranstalter.
Der folgende Vergleich ist ein Ausgangspunkt. Die angegebenen Tage entsprechen der Anzahl der Gehtage auf dem Berg, die wir für die gut akklimatisierte Variante jeder Route empfehlen (einen Tag mehr als die Anzahl der Nächte im Zelt), nicht dem aggressiven Minimum (siehe Wie viele Tage brauchst du?). Jede Route hat ihre eigenen Übersichts- und Etappenkapitel weiter hinten in diesem Führer.
| Route | Tage auf dem Berg (empfohlen) | Übernachtung | Zustieg | Charakter | Gipfel über |
|---|---|---|---|---|---|
| Machame | 7 (6 Minimum) | Camping | Süd | Die beliebteste Route; landschaftlich reizvoll, gutes „hoch gehen, tief schlafen“-Profil | Stella Point |
| Lemosho | 8 (7 Minimum; 9–10 über Crater Camp) | Camping | West | Abgeschiedener, schöner Einstieg; hervorragende Akklimatisierung; hohe Erfolgsquote | Stella Point |
| Marangu | 6 (5 ist ein absolutes Minimum, das wir nicht empfehlen) | Hütten | Südost | Die einzige Hüttenroute; gleicher Weg rauf und runter; kürzeste Tagesetappen | Gilman's Point |
| Rongai | 7 (6 Minimum) | Camping | Nord | Der einzige Anstieg von Norden; trockener, ruhiger, gleichmäßigere Steigung | Gilman's Point |
| Umbwe | 6–7 | Camping | Süd | Steilste und direkteste Route; ruhig und anspruchsvoll; für fitte und akklimatisierte Bergsteiger | Stella Point |
| Northern Circuit | 9 | Camping | West, dann Nord | Längste Route; beste Akklimatisierung; ruhigste Route; fast 360° um den Berg | Gilman's Point |
Welche Route passt zu dir?
Die Machame-Route (die „Whiskey-Route“) ist aus gutem Grund die beliebteste: Sie ist landschaftlich reizvoll, zeltbasiert und hat einen natürlichen Verlauf nach dem Prinzip „hoch steigen, tief schlafen“, der die Akklimatisierung unterstützt. In der Hochsaison ist sie auch entsprechend belebt. Die Lemosho-Route beginnt abgelegen auf der Westseite, gilt weithin als eine der schönsten und erfolgreichsten Routen und trifft im oberen Bereich auf den Machame-Pfad; ihre längeren Varianten fügen eine Nacht im Crater Camp knapp unterhalb des Gipfels hinzu.
Marangu, die „Coca-Cola-Route", ist die einzige Route mit Hüttenunterkünften und folgt bergauf wie bergab demselben Weg. Sie wird oft als günstigste und einfachste Option angeboten, aber ihr Standard-Zeitplan ist kurz, was sie zu einer der schwierigeren Routen für eine gute Akklimatisierung macht. Wir empfehlen die längere Variante mit einer zusätzlichen Nacht. Rongai ist die einzige Route, die von der trockeneren Nordseite führt. Sie ist ruhiger, hat einen sanften Schwierigkeitsgrad und schließt sich auf der Marangu-Seite für den Gipfelanstieg und den Abstieg an.
Die Umbwe-Route ist die steilste und direkteste Linie, kurz, ruhig und anspruchsvoll und am besten geeignet für Personen, die bereits fit und idealerweise schon akklimatisiert sind. Der Northern Circuit ist die längste Route überhaupt: Er führt um die ruhigen Nordhänge in einer nahezu vollständigen Umrundung des Berges und bietet das beste Akklimatisierungsprofil, allerdings auf Kosten von mehr Tagen und einem höheren Preis.
Wir haben bewusst keine Gipfelerfolgsquoten für die einzelnen Routen angegeben. Die von Veranstaltern veröffentlichten Zahlen schwanken stark und lassen sich nicht unabhängig überprüfen; größtenteils spiegeln sie wider, mit wie vielen Tagen eine Route verkauft wird, und nicht die Route selbst. Die ehrliche, überprüfbare Regel ist einfacher: Auf jeder dieser Routen bedeuten mehr Tage auf dem Berg eine bessere Akklimatisierung und damit eine bessere und sicherere Besteigung.
See also: How many days do you need?
Karten & Profile
Routes that are closed
The Western Breach, also called the Arrow Glacier route after the camp at its foot, is not one of the six. It is the steep way through the gap in Kibo's western crater wall: from Lava Tower you climb to Arrow Glacier Camp at about 4,850 m15,912 ft, then scramble up loose rock and old ice straight onto the crater floor beside the Furtwängler Glacier, a short walk from Uhuru Peak. Climbers reached it from any of the western and southern routes, so an ascent "via the Western Breach" started on Machame, Lemosho or Umbwe and left the shared trail at Lava Tower.
The park authorities closed it because of rockfall from the thinning ice above the breach. A rockfall killed three climbers at Arrow Glacier Camp in January 2006; the route reopened under conditions in late 2007, and a climber was killed by rockfall there in 2015. As of early 2026 it is closed with no reopening date given, and a few operators hold special permission to use it. It is the most dangerous way up the mountain. If an operator offers it, ask what their permission says, whether helmets are worn, and at what hour you would cross the breach: rockfall is worst once the sun reaches the ice. The ascents on our finishers' list that were made this way keep the route as the climber wrote it.
The Mweka trail, through the forest above Mweka village, is a descent only: Machame, Lemosho, Umbwe and the Northern Circuit all come down it, and the park allows no ascent on it. See Descent via Mweka.

